Schritt 1: Die Headline zeigt Position, nicht Jobtitel.

Die Headline ist das erste, was in Suchergebnissen, Kommentaren und Verbindungsvorschlägen sichtbar wird. Sie wird gesehen, bevor jemand entschieden hat, das Profil zu öffnen. Wer dort seinen Jobtitel schreibt, nutzt den wertvollsten Platz auf LinkedIn für eine Information, die auf der Unternehmenswebsite steht.

Eine gute Headline zeigt Position, nicht Funktion. 'CEO, Builderz GmbH' erklärt Funktion. 'Aufbau öffentlicher Reputation für Unternehmer, die im Markt klarer werden wollen' zeigt Position. Beides ist richtig, aber nur eines gibt dem richtigen Leser einen Grund, das Profil zu öffnen.

Die Headline darf auch unfertig klingen. Sie muss nicht alles erklären. Sie muss die eine Tür öffnen, durch die der richtige Leser gehen will.

Schritt 2: Der Info-Text braucht eine Logik, keine Lebensgeschichte.

Viele About-Texte auf LinkedIn erzählen chronologisch: Studium, erste Stationen, aktuelles Unternehmen. Das ist eine korrekte Zusammenfassung und kein Grund, zu reagieren. Was ein Leser sucht: Welches Problem löst diese Person? Warum sollte ich ihr Urteil ernst nehmen? Was wäre ein sinnvoller nächster Schritt?

Eine erprobte Struktur: ein Satz zum Problem, das die Person löst; zwei oder drei Sätze zur Erfahrung und Perspektive dahinter; ein konkreter Gesprächsanlass. Nicht als Aufzählung, sondern als kontinuierlicher Text, der wie ein Gespräch liest.

Länge ist kein Ziel. Wenn alle drei Fragen in fünf Sätzen beantwortet sind, sind fünf Sätze richtig. Wenn sie zwanzig Sätze brauchen, ist der Text zu lang.

Schritt 3: Featured ist das Schaufenster, nicht das Archiv.

Der Featured-Bereich wird direkt nach dem Info-Text angezeigt. Viele befüllen ihn mit allem, was sie je veröffentlicht oder erreicht haben: alte Presseartikel, LinkedIn-Posts aus dem vergangenen Jahr, Zertifikate.

Besser: ein oder zwei Elemente, die genau die Frage beantworten, die nach dem Info-Text entsteht. Das kann ein tiefer Beitrag sein, ein konkretes Ergebnis, ein Gespräch, das die Position des Unternehmers zeigt. Was hier steht, muss in eine spezifische Richtung führen, nicht nur informieren.

Wer nichts hat, das wirklich passt, lässt den Featured-Bereich besser leer als ihn mit schwachem Material zu befüllen.

Schritt 4: Erfahrungseinträge brauchen Perspektive, keine Aufzählungen.

Der Erfahrungsbereich ist nicht das Abschlussdokument einer Karriere. Er ist Teil der Positionierung. Für jeden relevanten Eintrag gilt: Was hat die Person dort gesehen oder gelernt, das auf die heutige Arbeit einzahlt?

Kurze, pointierte Texte pro Position schlagen Aufzählungen von Verantwortlichkeiten. Wer in zwei Sätzen erklärt, was er dort entschieden und was er daraus mitgenommen hat, zeigt mehr Urteilsvermögen als wer fünf Bullets zu Aufgaben schreibt.

Die Überprüfung nach diesen vier Schritten dauert weniger als eine Stunde. Das Ergebnis ist ein Profil, das für die richtige Person einen Grund zum Gespräch schafft, anstatt nur die Anwesenheit der Person zu dokumentieren.

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