Beobachtung
Was dasteht.Ein falsifizierbarer Satz: was wo steht, seit wann, an welcher Suchposition. Wörtliche Zitate, ausgeschriebene Daten, nummerierte Treffer. Urteilsadjektive sind verboten: Wenn der Fakt stark ist, trägt er den Satz allein.
Die Selbst-Kurzanalyse
Entscheider, Kandidaten und Journalisten prüfen eine Person digital, bevor sie ihr begegnen. Die Selbst-Kurzanalyse ist das Verfahren, mit dem Sie dieselbe Prüfung selbst durchführen: drei Schritte, fünf Befund-Klassen, ein vollständig durchgespieltes Beispiel.
Das Verfahren
Die Anleitung zerlegt jede Feststellung in drei Schritte und verlangt für jeden eine Disziplin. In dreißig Minuten kennen Sie Ihre drei Befunde, und der erste benennt, was bereits trägt.
Ein falsifizierbarer Satz: was wo steht, seit wann, an welcher Suchposition. Wörtliche Zitate, ausgeschriebene Daten, nummerierte Treffer. Urteilsadjektive sind verboten: Wenn der Fakt stark ist, trägt er den Satz allein.
Zwei bis drei Sätze dazu, was ein Entscheider aus dem Sichtbaren vermutlich schließt. Die naheliegende Deutung eines Fremden mit wenigen Minuten Zeit. Keine erfundenen Kosten, keine Dramatik.
Genau eine Maßnahme mit ehrlicher Aufwandsangabe: zwei Minuten, zehn Minuten, eine halbe Stunde. Kein Schritt setzt eine Dienstleistung voraus.
Die fünf Befund-Klassen
Lässt sich ein Befund in zwei Klassen lesen, entscheidet der Umfang: einzelne Fläche oder Muster über die Flächen. Die Anleitung enthält die Vorfahrtsregel dafür.
Welche Wege ein Prüfender zu Ihnen findet: was die erste Google-Seite zurückgibt und ob Ihre Flächen aufeinander verweisen. Auch Abwesenheit ist ein Befund, ebenso ein starker Beleg, auf den nichts verweist.
Ob der Text einer einzelnen Fläche belegt oder behauptet: eine Zuständigkeit gegenüber einem bloßen Titel, nachprüfbare Angaben gegenüber Adjektiven.
Feste Angaben, die zwischen den Flächen auseinanderlaufen: Jahreszahlen, Rollenbezeichnungen, Zahlen, die sich öffentlich widersprechen.
Datierbarer Stillstand: die letzte Aktivität vor Monaten, ein Foto aus einer anderen Ära, ein verwaister Kanal. Eine verlassene Fläche liest sich schlechter als keine.
Ob Ihre eigene Stimme irgendwo öffentlich existiert: das Muster über alle Flächen, nicht der Ton einer einzelnen. Eine vollständige, aber stimmlose Präsenz ist ein eigener Befund.
Ein Blick in das Beispiel
Die Anleitung schließt mit einer vollständig durchgespielten Kurzanalyse. Das Beispiel ist konstruiert: Person, Unternehmen und sämtliche Fundstellen sind erfunden. Hier der erste seiner drei Befunde.
Kurzanalyse
Konstruiertes BeispielBei der Suche nach „Georg Falkenrath Falkenrath Antriebstechnik“ steht Ihr Fachbeitrag zur Auslegung von Sondergetrieben für Schienenfahrzeuge in der „Antriebspraxis“, Ausgabe März 2025, an vierter Stelle der ersten Google-Seite, ohne dass Ihr LinkedIn-Profil an irgendeiner Stelle auf ihn verweist.
Wer Sie vor einem Erstgespräch prüft, findet damit einen Beleg von dritter Seite: Eine Fachredaktion hielt Ihre Arbeit für druckwürdig. Das trägt mehr als jede Selbstbeschreibung, und die Platzierung wirkt gesetzt, nicht gemacht. Nur wer über LinkedIn auf Sie stößt, erfährt davon nichts; die beiden Flächen arbeiten getrennt voneinander.
Verlinken Sie den Beitrag im Bereich „Im Fokus“ Ihres LinkedIn-Profils und nennen Sie ihn in einer Zeile des Profiltexts. Zehn Minuten, einmalig, und beide Flächen zeigen denselben Beleg.
Die Befunde 2 und 3, die Lektürehinweise und die 30-Minuten-Anleitung stehen in der PDF-Anleitung.
Die Haltung
Das Verfahren prüft die Flächen, nie den Wert der Arbeit. Jede Beobachtung ist so formuliert, dass sie am selben Tag nachprüfbar ist: eine Formulierung, ein Datum, eine Suchposition. Und der erste Befund benennt immer, was bereits trägt.
Die Anleitung stammt aus der Praxis von Builderz: Dieselben drei Schritte, mit denen hier Auftritte von Unternehmern und Führungskräften gelesen werden, führen Sie auf Ihren eigenen Flächen aus. Vollständig, ohne dass ein Schritt eine Dienstleistung voraussetzt.
Die Anleitung
Zehn Seiten: das Problem, das Verfahren, die fünf Befund-Klassen, die 30-Minuten-Anleitung, das durchgespielte Beispiel und die ehrliche Grenze der Selbstprüfung.
Die Anleitung geht direkt an Ihre Adresse. Bestätigen Sie kurz die E-Mail, dann liegt das PDF in Ihrem Posteingang. Sie brauchen danach nichts weiter als ein Inkognito-Fenster, ein leeres Dokument und dreißig Minuten.
Der Posteingang
Sie erhalten eine E-Mail von Builderz. Bestätigen Sie darin kurz Ihre Adresse, dann liegt das PDF in Ihrem Posteingang. Keine E-Mail gefunden: Sehen Sie im Spam-Ordner nach.
Der nächste sinnvolle Schritt ist der eigene Durchgang: dreißig Minuten, drei Flächen, drei Befunde. Und wenn Sie danach den fremden Blick ergänzen möchten: Bernhard nimmt sich dafür Zeit.